Zusammenstellung der Tabellen Bedarfsbeträge, der Kindergeldabzugsbeträge und der Unterhaltszahlbeträge, Düsseldorfer Tabelle, Stand 01.01.2015:

Stand: 01.01.2015

DÜSSELDORFER TABELLE

 

A. Kindesunterhalt

 

Nettoeinkommen des BarunterhaltspflichtigenAltersstufen in Jahren(§ 1612 a Abs. 1 BGB)ProzentsatzBedarfskontroll-betrag (Anm. 6)
0 – 56 – 1112 – 17ab 18
 Alle Beträge in Euro 
1.bis 1.500317364426488100880/1080
2.1.501 – 1.9003333834485131051.180
3.1.901 – 2.3003494014695371101.280
4.2.301 – 2.7003654194905621151.380
5.2.701 – 3.1003814375125861201.480
6.3.101 – 3.5004064665466251281.580
7.3.501 – 3.9004324965806641361.680
8.3.901 – 4.3004575256147031441.780
9.4.301 – 4.7004825546487421521.880
10.4.701 – 5.1005085836827811601.980
ab 5.101                                    nach den Umständen des Falles

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anhang: Tabelle Zahlbeträge

Die folgenden Tabellen enthalten die sich nach Abzug des jeweiligen Kindergeldanteils (hälftiges Kindergeld bei Minderjährigen, volles Kindergeld bei Volljährigen) ergebenden Zahlbeträge. Für das 1. und 2. Kind beträgt das Kindergeld derzeit 184 EUR, für das 3. Kind 190 EUR, ab dem 4. Kind 215 EUR.

 

1. und 2. Kind0 – 56 – 1112 – 17ab 18%
1.bis 1.500225272334304100
2.1.501 – 1.900241291356329105
3.1.901 – 2.300257309377353110
4.2.301 – 2.700273327398378115
5.2.701 – 3.100289345420402120
6.3.101 – 3.500314374454441128
7.3.501 – 3.900340404488480136
8.3.901 – 4.300365433522519144
9.4.301 – 4.700390462556558152
10.4.701 – 5.100416491590597160

 

3. Kind0 – 56 – 1112 – 17ab 18%
1.bis 1.500222269331298100
2.1.501 – 1.900238288353323105
3.1.901 – 2.300254306374347110
4.2.301 – 2.700270324395372115
5.2.701 – 3.100286342417396120
6.3.101 – 3.500311371451435128
7.3.501 – 3.900337401485474136
8.3.901 – 4.300362430519513144
9.4.301 – 4.700387459553552152
10.4.701 – 5.100413488587591160

 

Ab 4. Kind0 – 56 – 1112 – 17ab 18%
1.bis 1.500209,50256,50318,50273100
2.1.501 – 1.900225,50275,50340,50298105
3.1.901 – 2.300241,50293,50361,50322110
4.2.301 – 2.700257,50311,50382,50347115
5.2.701 – 3.100273,50329,50404,50371120
6.3.101 – 3.500298,50358,50438,50410128
7.3.501 – 3.900324,50388,50472,50449136
8.3.901 – 4.300349,50417,50506,50488144
9.4.301 – 4.700374,50446,50540,50527152
10.4.701 – 5.100400,50475,50574,50566160

 

Ehevertraglicher Ausschluss von Unterhalt und Versorgungsausgleich

 

1. Ein Ehevertrag kann sich in einer Gesamtwürdigung nur dann als sittenwidrig und daher insgesamt als Nichtig erweisen, wenn konkrete Feststellungen zu einer unterlegenenen Verhandlungsposition des benachteiligten Ehegatten getroffen worden sind. Allein aus der Unausgewogenheit des Vertragsinhalts ergibt sich die Sittenwidrigkeit des gesamten Ehevertrages regelmäßig noch nicht.

 

2. Zur Anpassung des ehevertraglichen Ausschlusses von Unterhalt und Versorgungsausgleich an geänderte Verhältnisse ist im Rahmen der Ausübungskontrolle, wenn ein Ehegatte eine Erwerbsminderungsrente bezieht und ehebedingt entstandene Nachteile beim Aufbau seiner Versorgungsanwartschaften erlitten hat.

 

BGH, Urteil vom 31.10.2012 -XII ZR 129/10.

 

Der BGH musste sich mit der Frage auseinandersetzen, ob ein vorehelich geschlossener Ehevertrag, in dem sowohl der Versorgungsausgleich ausgeschlossen wurde, als auch wechselseitig auf jeglichen nachehelichen Unterhaltsanspruch verzichtet wurde, einer Inhaltskontrolle am Maßstab des § 138 BGB, Sittenwidrigkeit, standhält.

Entscheidend ist nach BGH, ob der Ehevertrag schon im Zeitpunkt des Abschlusses zu einer einseitigen Benachteiligung im Scheidungsfall führt. Ob möglicherweise eine einseitig unterlegene Verhandlungsposition besteht, muss der benachteiligte Ehegatte darlegen und beweisen. In jedem Fall sind hier jedoch konkrete Feststellungen nötig, da sich aus der Unausgewogenheit des Vertragsinhalts allein noch keine Sittenwidrigkeit des gesamten Ehevertrags ableiten lässt.